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Bälzer Sangesgilde KG Knorrköpp e.V.
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Statuten

der

Bälzer Karnevalsgesellschaft

Knorrköpp

 

 

1.      Die am 24. Februar 1901 von Bälzer Karnevalisten gegründete Gesellschaft, führt den Namen Knorrköpp.

2.      Zweck der Gesellschaft ist, den Humor unter den jungen Leuten des Balzes hochzuhalten.

3.      Religiöse oder politische Sachen dürfen in der Gesellschaft nicht besprochen und verhandelt werden.

4.      Die Gesellschaft besteht aus aktiven Mitglieder und Ehrenmitglieder. Aktives Mitglied kann jeder unbeschol-
  tener Mann werden, der 18. Jahre alt ist.

5.      Die Angelegenheiten der Gesellschaft werden vom Vorstand aus geleitet. Derselbe hat jedes Jahr den 11. im 11.
  Rechnung abzulegen.

6.      Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem Schriftführer, dem Kassenführer und dem  Zermonienmeister. Der Präsident ist befugt in dringenden Fällen eine Generalver- sam(m)lung1 einzuberufen. In jeder   Versammlung1 ist bei Stimmengleichheit, wozu die Stimme des Präsidenten entscheidet.

7.      Der Vorstand ist berechtigt, über Beträge bis zu 10 Mark zuverfügen, ohne vorherige Einwilligung der Mitglieder.

8.      Der Vorstand wird alle Jahre, den 11. im 11. gewählt. Die ausscheidenden Mitglieder sind wieder wählbar.

9.      Die Anmeldungen zur Aufnahme sind beim Vorstand einzureichen. Annahme neuer Mitglieder hat durch Ballotage2
  zugeschehen, wobei Stimmenmehrheit entscheidet.

10.  Ehrenmitglieder können nur auf Antrag des Vorstandes in einer geheimen Abstimmung ernannt werden.

11.  Die Aktiven Mitglieder haben Anteil am Vereinsvermögen und persönliches Stimmrecht in allen Versammlungen. Der   Anspruch auf das Vereinsvermögen erlöscht mit dem Austritt oder Ausschluß.

12.  Die Aktiven Mitglieder haben eine Aufnahmegebühr von 1 Mark und Monatsbeiträge von 20 pf zuentrichten.
 Diejenige, welche nach dem 1.Januar eines jeden Jahren beitreten, haben die Monatsbeiträge, vom 1. Januar des vor-
 hergehenden Jahres nachzuzahlen.

13.  Die Gesellschaft hält in jeder Seison, vier Damensitzungen und 2 Bälle ab. Der Zeitpunkt wird von der Generalver-
 sammlung beschlossen.

14.  Der Austritt aus der Gesellschaft muß dem Vorstand schriftlich eingereicht werden.

15.  Alle Vorträge und Lieder müssen dem Vorstand zur Prüfung vorgelegt werden und hat jeder Redner beim Präsidenten
 um das Wort zubitten. Jedes Mitglied ist verpflichtet den Anordnungen des Vorstandes Folge zuleisten und hat die
 Verpflichtung den Sitzungen und Versammlungen
1 beizuwohnen, anderenfalls eine Strafe von 20 pf zuentrichten.

16.  Die Generalversam(m)lung1 bleibt als Tagesordnung, den 11. im 11.        1. Entgegennahme des Jahresberichtes.   2.       Rechnungs ablage des Kassenführers.

17.  Derjenige, welcher schon Mitglied einer Karnevals-Gesellschaft ist, kann nicht aufgenommen werden, als Aktives          Mitglied.

18.  Die Auflösung der Gesellschaft erfolgt durch eine Generalversam(m)lung1, bei welcher mindestens 3/4  der Aktiven
Mitglieder anwesend sein müssen. Das Vereinsvermögen wird bei Auflösung der Bopparder Armenverwaltung über-
wiesen. Vorstehende Statuten wurden von der Generalversam(m)lung
1 am 17. März 1901 anerkannt und unterschrieben.

 

Präsident

Peter Burgard

 

Josef Hahn                                                Schriftführer

Vizepräsident                                          Peter Marckel

 

Kassierer

                                                              Zermonienmeister

August Perll

                                                                Georg Laux

 

Genehmigt, Boppard den 21. Februar 1901

                         Der Bürgermeister

                               Brandts

 

Fußnoten :

1    Bei der sogenannten „Deutschen Schrift“ auch „Sütterlinschrift“ wurden doppelte Mitlaute durch einen überliegenden Strich über dem einfachen Buchstaben gekennzeichnet.

 

 

2    Eine Kugelung oder Ballotage (von frz. ballotte: kleine Kuge  bzw. engl. ballot: Wahlkugel) ist eine geheime Abstimmung mit weißen und schwarzen Kugeln. Sie wird meistens bei einer Kooptation oder Stichwahl verwendet.

In manchen Sprachen wird dieser Begriff für die Stichwahl im Allgemeinen verwendet.

Die Ballotage wurde zuerst im frühen Mittelalter von den Benediktinern zur Abtwahl eingeführt.

 

 

 

 

 

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